FREIMAURERLOGE

„GEORG ZUR WAHREN BRUDERTREUE“

Nr. 384

I. O.

LEER (OSTFRIESLAND)

Siegel der Loge „Zur goldenen Harfe“

Textfeld: Die Haneburg in Leer. Nach einigen Provisorien wird sie 1861 zum langjährigen Domizil der Loge.
Textfeld: Das Logenhaus an der Gaswerkstraße. Erbaut 1885. 
Erstes eigenes Haus der Loge. Während der dunklen 
Zeit verliert sie es. Heute ist es Teil des Ubbo-Emmius-Gymnasiums.
Textfeld: …Daneben versprechen wir unserer geliebten Tochterloge Georg z. wahren Brudertreue gegen getreue Erfüllung der ihr und ihren Mitgliedern obliegenden, nach diesem Patente u. nach den Statuten hiesiger Grossloge sich ergebenden Verpflichtungen in allen vorkommenden, geeigneten Fällen Unsern der Grossloge kräftigsten und bereitesten Schutz und Beistand.
Dessen zur Urkunde haben wir vorstehendes Constitutionspatent eigenhändig vollzogen u. mit dem Siegel der Grossloge des Königreichs versehen lassen.

So geschehen zu Herrenhausen
den 7. Junius 1859

Georg Rex
Grossmeister.

H.L. Krüger 
1. deput. Grossmeister
Textfeld: Auszug aus der Stiftungsurkunde und Siegel
 der Loge Georg zur wahren Brudertreue.
Textfeld: Die ehemalige israelitische Schule an der Ubbo-Emmius-Straße. 
Logenhaus von 1956-1981.
Textfeld: Im Jahre 1981 bezieht die Loge das heutige Logenhaus am Hoheellernweg .

Einige Daten aus der Logengeschichte.

 

Nach Logengründungen 1763 und 1789 in Emden und

1779 in Aurich entsteht 1804 auch in Leer eine Loge

unter dem Namen „Die aufgehende Sonne“.

Vier Monate später erhält sie den Namen „Zur goldenen Harfe“.

 

 

 

 

1841 wird in Aurich die Loge „Zur ostfriesischen Union“ gegründet. Sie ist Nachfolgerin

der  dort bereits 1779 installierten Johannisloge „Zu den drei königlichen Adlern“.

1851 wird Sie nach Emden verlegt. In ihr vereinigen sich die Brüder Freimaurer der

aufgelösten Logen in Aurich, Emden und Leer. 1857 entsteht in Leer wieder eine

freimaurerische Vereinigung. Aus ihr geht  1859 die Johannisloge

 „Georg zur wahren Brudertreue“ hervor.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1934 muss sich die Leeraner Loge, wie alle Logen im nationalsozialistischen Deutschland, zwangsweise auflösen. Am 18. September gibt es die Logen in Leer und Emden nicht mehr.

 

1947 reaktivieren verbliebene Leeraner Brüder die Loge „Georg zur wahren Brudertreue“.

Ihr Logenhaus an der Gaswerkstraße erhalten sie aber nicht zurück. Im Wege der Wiedergutmachung erhält die Loge dafür die ehemalige israelitische Schule an der Ubbo-Emmius-Straße.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem am 3. Januar 2002 auch die einstmalige Norder Johannisloge „Zu den drei Sternen“ durch den überwiegenden Einsatz Leeraner Brüder reaktiviert werden kann, gibt es jetzt wieder in fast allen Städten Ostfrieslands und Frieslands eine Freimaurerloge.

 

Der Idee der Völkerverständigung hat sich die Leeraner Loge in besonderer Weise verschrieben. Seit ihrer Gründung pflegt sie insbesondere den Kontakt zu den Logen im nördlichen Teil der Niederlande. Viele niederländische Brüder sind Mitglieder in Leer, wie umgekehrt auch viele Leeraner Brüder Mitglieder niederländischer Logen sind. Daraus ergeben sich vielfältige gemeinsame Aktivitäten diesseits und jenseits der Grenze.